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Rheinische Post: Taxis für alle Kommentar Von Stefan Weigel

Düsseldorf (ots) - Deutschlands Taxifahrer laufen Sturm gegen Uber. Die Internetfirma aus den USA vermittelt private Fahrdienste über eine Handy-App mittlerweile in mehreren deutschen Großstädten und seit gestern auch in Düsseldorf. Erstaunlich ist der Widerstand gegen den Eindringling nicht. Konkurrenz wird meist als bedrohlich empfunden; vor allem, wenn sie billiger ist. Das Argument der Berufsfahrer klingt auch schlüssig: Offizielle Taxis und ihre Fahrer unterliegen zahlreichen Vorschriften, für die privaten Wettbewerber gelten diese Regeln nicht. Deshalb die Konkurrenz zu verbieten, wäre aber falsch. Ein Fahrgast muss selbst entscheiden dürfen, ob er sich von einem Privatmann mit Golf und Navigationssystem chauffieren lässt oder von einem Berufsfahrer mit Mercedes und staatlich geprüfter Ortskenntnis! Sollte es Versicherungsprobleme geben, wird man diese lösen können. Schließlich fahren täglich Tausende privater Fahrgemeinschaften durch Deutschland und Eltern kutschieren Wagenladungen fremder Kinder zu entlegenen Sportplätzen - ohne Personenbeförderungsschein.

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