Rheinische Post

Rheinische Post: Kommentar
Ukraine in Gefahr = Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots) - Im Osten der Ukraine tobt ein Bürgerkrieg, in der Hauptstadt Kiew kippt die Regierung. Anlass für den Rücktritt des Premierministers ist der Streit über die Wirtschaftspolitik. Aber auch dahinter steckt der Konflikt mit Russland, denn es geht um Investitionen in die Gasversorgung des Landes, die die Abhängigkeit von Moskau verringern sollen. Jetzt steht die Ukraine, die militärisch in starke Bedrängnis geraten ist, ohne politische Führung da. Eine riskante Situation. Denn angesichts der chaotischen Lage ist fraglich, ob die angekündigten Neuwahlen überhaupt durchgeführt werden können. Die Destabilisierung der Ukraine hat damit ein Ausmaß erreicht, die ernsthaft um den Bestand des Landes als souveräner Staat fürchten lassen muss. Ukrainische Politiker sind daran nicht völlig unschuldig, der Hauptverantwortliche aber sitzt im Kreml. Wladimir Putins mörderisches Spiel mit der Ukraine muss gestoppt werden. Gestern konnten sich die Europäer erneut nur zu weiteren Trippelschritten in Richtung Wirtschaftssanktionen durchringen. Dieses Zaudern ist skandalös.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: