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Rheinische Post: Deutsch-amerikanische Abgeklärtheit

Düsseldorf (ots) - Die deutsche Regierung musste nach dem diplomatischen Paukenschlag gegen die USA im transatlantischen Verhältnis zur Tagesordnung zurückkehren. Denn bei aller Wut über die Späh-Aktionen: Die Sicherheit im Land ist abhängig auch von den Informationen der US-Geheimdienste. Man braucht sich. Die Rückkehr zur Normalität zeugt von einer neuen Abgeklärtheit im Verhältnis zu den Vereinigten Staaten. Erstmals hat Deutschland die Ignoranz der Amerikaner gegenüber den Wünschen der Verbündeten mit diplomatischer Ruppigkeit beantwortet. Ein solches Signal war fällig. Denn nur zum Ausdruck zu bringen, dass man verärgert sei und die geheimdienstlichen Aktivitäten der Freunde "lächerlich" finde, ist noch keine Staatspolitik. Allerdings bleibt offen, welche Wirkung die harte Reaktion der Deutschen bei den Amerikanern hinterlässt. Es ist gut denkbar, dass die Amerikaner wie auch die Deutschen weitermachen wie bisher. Und dazu gehört in den USA, dass auch Freunde ausspioniert werden. Viel mehr Druckmittel haben die Deutschen nicht. Auf der diplomatischen Eskalationsskala ist, zumindest so lange man die USA als Verbündete sieht, kaum noch Luft nach oben.

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