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Rheinische Post: Weg von Moskaus Gas Kommentar Von Antje Höning

Düsseldorf (ots) - Gazprom hat wie jeder Verkäufer das Recht, sein Gas so teuer wie möglich anzubieten. Und die Ukraine hat wie jeder Käufer die Pflicht, ihre Rechnungen zu bezahlen, was sie oft genug unterließ. Dennoch geht es natürlich um mehr als Gas. Nachdem der Terror der pro-russischen Separatisten nicht reichte, um die Ukraine in die Knie zu zwingen, versucht Moskau es nun mit Hilfe seiner Marionette Gazprom mit wirtschaftlichen Druck. Noch besteht für westliche Verbraucher kein Grund zur Sorge. Es ist Sommer. Und bislang hat Russland im Gasstreit noch immer rechtzeitig eingelenkt, schließlich ist das klamme Land auf die Devisen aus dem Gasverkauf angewiesen. Präsident Putin ist aggressiv, aber bisher noch immer rational gewesen. Dennoch sollte sich Deutschland unabhängiger von russischen Gas machen, ein Lieferanteil von einem Drittel ist ein mächtiges Faustpfand der Russen. Ein Grund mehr, das Fracken von Gas in Deutschland nicht gleich zu verdammen, sondern es wenigstens zu testen.

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