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Rheinische Post: Pofallas Wechsel Kommentar Von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Die Empörung war groß, als der geplante Wechsel von Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla zur Bahn durchsickerte. Der Aufsichtsrat fühlte sich übergangen, die Öffentlichkeit witterte Amtsmissbrauch und schlechten Stil. Keiner dieser Vorwürfe hat Bestand. Erstens: Pofalla übernimmt zunächst eine Aufgabe unterhalb des Bahn-Vorstandes. Dafür ist der Aufsichtsrat gar nicht zuständig. Zweitens: Zwischen seinem politischen Amt und seinem Bahn-Job liegt über ein Jahr. Mehr Karenzzeit wird sonst auch nicht gefordert. Drittens: Pofalla wechselt gar nicht in die Privatwirtschaft, sondern zu einem Konzern, der ohnehin dem Staat gehört. Deshalb hatte sein Wechsel nie die Brisanz des Wechsels von Ex-Staatsminister Eckart von Klaeden, der vom Kanzleramt zu Daimler ging. Übrigens beinahe ohne Karenzzeit. Die Bahn ist abhängig von politischen Rahmenbedingungen. Deshalb braucht sie Experten wie Pofalla. Davon können Bahnfahrer und der Bund als Eigentümer nur profitieren. Also lasst den Mann in Ruhe. Und Glückwunsch an Bahn-Chef Grube.

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