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Rheinische Post: BDI-Chef fordert mehr Mindestlohn-Ausnahmen

Düsseldorf (ots) - Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), hat mehr Ausnahmen vom Mindestlohn für Praktikanten und junge Menschen gefordert. "Wir brauchen Ausnahmeregelungen, um mit dem Mindestlohn nicht zu viel Unheil anzurichten", sagte Grillo der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Die Praktika für junge Leute müssen für die Unternehmen bezahlbar bleiben, sonst erschweren wir dieser Generation den Einstieg in einen qualifizierten Beruf", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Auch die Union dringt darauf, die Ausnahmen vom Mindestlohn für Praktikanten auszuweiten. Auch die Altersgrenze von 18 Jahren steht weiter in der Kritik. "Es darf für junge Menschen auch nicht attraktiver sein, irgendeinen Job anzunehmen, anstatt eine Lehre zu machen", sagte Grillo. "Die Altersgrenze 18 beim Mindestlohn halte ich für zu niedrig", so der BDI-Präsident. "Altersgrenzen sind nicht immer der Weisheit letzter Schluss. Was machen wir denn mit einem jungen Menschen, der sich mit 18 oder 19 entschließt eine Lehre zu machen?", fragte Grillo. Der Mindestlohn-Gesetzentwurf sieht vor, dass der allgemeine Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde ab 1. Januar 2015 für alle ab 18 Jahren gelten soll.

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