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Rheinische Post: Kommentar
Teurer Ökostrom = Von Reinhard Kowalewsky

Düsseldorf (ots) - So ganz unverständlich ist die Kritik an der Reform der Ökostromförderung nicht: Warum soll die Ökostrom-Umlage auch für Strom berechnet werden, den Erzeuger selbst verbrauchen? Diese Haushalte fördern damit am Ende sich selbst. Tatsächlich argumentieren Landwirte, Mieterverband oder Verbraucherschützer beim Streit um die Kosten der Energiewende am Problem vorbei: In Wahrheit will der Staat es gezielt weniger profitabel machen, ohne Rücksicht auf den Gesamtbedarf immer mehr Solar- und Windstrom zu produzieren. Da bringt die Differenzierung zwischen selbst erzeugtem und aus dem Netz genommenem Strom nichts: Wenn die Sonne ausfällt, greifen Eigenverbraucher dann sofort auf den zentral produzierten Strom - auch aus Atomkraftwerken - zurück. Scheint dagegen die Sonne stark, wird kräftig und sehr teuer ins Netz eingespeist - und weil das Hunderttausende Haushalte machen, bricht das Netz fast zusammen. Darum ist es zwingend, die Kosten der Energiewende auch Ökostromproduzenten aufzubürden. Nur so lassen sich die Gesamtausgaben begrenzen.

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