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Rheinische Post: Kommentar
Drohnen sind nötig = Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Es war nur eine Frage der Zeit, bis Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vom Thema Kampfdrohnen eingeholt würde. Der Koalitionsvertrag hatte sich um eine klare Antwort herumgeschummelt. Nun lieferte von der Leyen den Auslöser für die neue Debatte selbst, indem sie den Soldaten in Afghanistan den bestmöglichen Schutz versprach. Die kombinierten schnell: Drohnen. Und so laufen wir in einen ideologisch aufgeladenen Streit hinein. Kritiker setzen bewaffnete Drohnen mit wahllos feuernden Killermaschinen gleich, die die Hemmschwelle auf das Niveau von Videospielen senken. So falsch dieser Vergleich ist, so sehr braucht die Truppe die neue Waffe. Die unkritisiert in Afghanistan eingesetzte Panzerhaubitze feuert aus 20 bis 50 Kilometer Entfernung. Mit Drohnen kommen Soldaten jedoch bis auf kürzeste Distanz an die Bedrohung heran - so als wären sie selbst präsent, mit allen Auflagen für einen Feuerbefehl. Die Befürchtungen dürfen aber nicht durch eine zu schnelle Entscheidung überrumpelt werden. Es gilt, die Gesellschaft in einer Debatte mitzunehmen.

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