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Rheinische Post: Terrornest Libanon Kommentar von Godehard Uhlemann

Düsseldorf (ots) - Der Libanon bleibt lebensgefährlich. Wer sich politisch exponiert, seine Meinung öffentlich vertritt oder gar Macht ausübt, muss mit Terror und Tod rechnen. Vor allem Syrien und die im Libanon als sein verlängerter Arm operierende Hisbollah-Miliz tun alles, um das Land nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Das tödliche Attentat auf den Ex-Minister Mohammed Schattah spitzt die Lage weiter zu. Schattah war Berater des Oppositionsführers Saad Hariri, dessen Vater Anfang 2005 ebenfalls einem Anschlag zum Opfer gefallen war. Die beiden Hariris wie auch Schattah stehen in erbitterter Opposition zum syrischen Machthaber Baschar al Assad. Das ist zwar noch kein Beweis, aber ein klarer Hinweis auf die Täter. In dem religiös und politisch zersplitterten Libanon haben Spannungen und Machtkämpfe zugenommen, seitdem das Regime Assad in Syrien ums Überleben kämpft. Syrien übt über die schiitische Hisbollah entscheidenden Einfluss im Libanon aus. Da liegt es auf der Hand, dass die Hisbollah auch gegen Assad-Gegner im Libanon vorgeht.

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