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Rheinische Post: Tadel für Europa

Düsseldorf (ots) - Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der EU durch die US-Ratingagentur Standard & Poor's sollte ernst genommen werden. Europas Wirtschaft wächst im Vergleich zu den USA und vielen Schwellenländern deutlich zu langsam. Von den vier wichtigsten Ländern der Eurozone geht es nur Deutschland halbwegs gut, Frankreich, Italien und Spanien leiden hingegen unter zu hoher Arbeitslosigkeit, zu hohen Schulden und zu viel Bürokratie. Europaweit ist 2014 nur ein Wachstum von bestenfalls einem Prozent zu erwarten, da nutzt es wenig, wenn Deutschland auf rund zwei Prozent Zuwachs kommen könnte. Und es spricht nicht für Europa, wenn der Musterknabe Deutschland sein Wachstum zu großen Teilen den Exporten in die anderen Euro-Länder verdankt - es wäre besser, wenn diese Länder selber mehr Produkte herstellen. Politisch bleibt zu hoffen, dass die Euro-Zone sich nach der Europawahl im Mai zu neuen Reformen aufrafft. Die schwächeren Staaten müssen erklären, wie sie wettbewerbsfähiger werden wollen - im Gegenzug könnte es neue Hilfen geben.

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