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Rheinische Post: Das Jobwunder

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Birgit Marschall:

Ursula von der Leyen spielt gerne die Märchenfee: Monat für Monat sinken die Arbeitslosenzahlen - und mit der frohen Botschaft tritt seit einiger Zeit nicht mehr, wie zuvor immer üblich, der Chef der Bundesagentur für Arbeit als erster vor die Kameras, sondern die eloquente Arbeitsministerin. Im November ging die Erwerbslosenzahl zwar etwas weniger eindrucksvoll zurück als in den Vormonaten - und witterungsbedingt wird es im Winterhalbjahr auch wieder einen Anstieg geben. Doch das ändert nichts am langfristig positiven Trend: Deutschlands Jobwunder wird sich fortsetzen, denn der Aufschwung ist noch lange nicht zu Ende. Im Jahresdurchschnitt 2011 erwarten Ökonomen nur noch 2,8 Millionen Arbeitslose, wenn nicht weniger. Das Problem der Zukunft wird nicht mehr Massenarbeitslosigkeit, sondern die verzweifelte Suche vieler Unternehmen nach geeigneten Fachkräften sein. Denn die Zahl qualifizierter Menschen wird ständig kleiner, weil die 60er und 70er Jahrgänge zu wenig Kinder bekommen haben. Für die Generation Praktikum dürfte die oft hoffnungslose Suche nach einem festen Job, das häufig jahrelange Knechten auf unterbezahlten Stellen sehr bald der Vergangenheit angehören - zum Glück.

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