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Rheinische Post: Gefährliche Pakete Kommentar Von Michael Bröcker

Düsseldorf (ots) - Die Aufsehen erregende Razzia des Luftfahrtbundesamtes bei Frachtdienstleistern wird fanatische Linksextremisten und verblendete Al-Qaida-Terroristen nicht wirklich einschüchtern. Trotzdem ist die Aktion richtig. Dass seit den Anschlägen in den USA am 11. September 2001 weltweit Passagiere von Kopf bis Fuß kontrolliert und bald in einem Röntgenscanner durchleuchtet werden ist eine bittere, aber notwendige Konsequenz aus der terroristischen Bedrohung. Nun muss die Aufmerksamkeit der Fracht unterhalb der Sitzreihen gelten. Es kann nicht sein, dass fehlendes Personal, Bürokratie oder kostensenkende Umladeprozesse verhindern, dass auch Pakete und Päckchen durch den Röntgenscanner geschickt werden. Mit den unangemeldeten Kontrollen demonstriert das Luftfahrtbundesamt und der zuständige Minister Ramsauer, dass sie das Sicherheitsthema ernst nehmen. Nun muss die technische und personelle Ausstattung der Flughäfen und Behörden langfristig ausgebaut, der internationale Austausch verbessert werden. Hundertprozentige Sicherheit gibt es angesichts der weltweit pro Jahr rund 30 Millionen Tonnen Luftfracht nicht. Offensichtliche Sicherheitslücken müssen trotzdem geschlossen werden.

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