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Rheinische Post: Sicherheitslücken

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Martin Kessler:

Die Welt bleibt verwundbar. Die gefährlichen Paketbomben der Terror-Organisation al-Qaida haben die Sicherheitslücken in der westlichen Gefahrenabwehr gnadenlos aufgedeckt. Im Grunde genommen ist es nur dem Zufall zu verdanken, dass der saudische Geheimdienst hinter die jemenitischen Bombenabsender gekommen ist. Die Amerikaner müssen sich fragen lassen, ob die 80 Milliarden Euro, die sie im vergangenen Etat-Jahr für die Geheimdienste bereitgestellt haben, richtig eingesetzt sind. Auf jeden Fall steht, wie nach jedem vereitelten oder geglückten Terroranschlag, eine völlige Neujustierung des Sicherheitssystems an. Auch die Abstimmung innerhalb der Anti-Terror-Koalition lässt zu wünschen übrig. Warum weiß das Bundeskriminalamt von der verdächtigen Sendung, die in Köln umgeladen wurde, kann aber den Weiterflug nicht verhindern? Mit ihrer bösartigen Intelligenz findet al-Qaida immer wieder Schwachstellen, um die zivilisierte Welt mit ihren Vernichtungsaktionen zu bedrohen. Manchmal vermittelt sich fast der Eindruck, dass die islamistischen Terroristen den westlichen Geheimdiensten eine Nasenlänge voraus sind. Nur gut, dass diesmal Kommissar Zufall geholfen hat. Auf Dauer wird das nicht funktionieren.

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