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Rheinische Post: Mehr Geld für Pflege

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Eva Quadbeck:

Laufzeitverlängerung, Hartz-IV-Reform, kleine Gesundheitsprämie - die Regierung ist entschlussfreudig aus der Sommerpause zurückgekehrt. Die Ankündigung von Unionsfraktionschef Volker Kauder, dass die Menschen künftig mehr für die Pflege zahlen müssen, passt in dieses Muster. Die Finanzreform der Pflege wird aber erneut einen öffentlichen Aufschrei von Opposition und Sozialverbänden verursachen. Bislang ist die Pflegeversicherung eine Einheitsversicherung, bei der nach Gehalt eingezahlt wird, aber alle die gleiche Leistung erhalten. Das ist kein Modell für die Zukunft. Denn die Pflege wird aufgrund des steigenden Lebensalters der Menschen teurer. Dafür muss Vorsorge betrieben werden. Eine eigenverantwortliche und teure Vorsorge wird aber nur Akzeptanz finden, wenn die Menschen am Ende ihres Lebens auch eine entsprechende Leistung erhalten. Die Regierung wird viel Stehvermögen benötigen, das dafür notwendige Modell einer kapitalgedeckten Säule in der Pflege durchzusetzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Menschen ohnehin nicht gerne vorsorgend Geld für den Pflegefall ausgeben: Einen Arzt braucht jeder mal. Ein Pflegefall zu werden, möchte jeder vermeiden.

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