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Rheinische Post: Wettlauf der Helfer

Düsseldorf (ots) - In Pakistan warten die Opfer der verheerenden Flutkatastrophe weiter auf wirkungsvolle Hilfe. Die Menschen dort sind es gewohnt, auf sich alleine gestellt zu sein. Aber das Versagen der Behörden ist diesmal so krass, das zynische Desinteresse der Politiker am Leiden der Opfer so offensichtlich, dass die Verzweiflung schon vielfach in blanke Wut umgeschlagen ist. Geschickt nutzen Pakistans Islamisten diese Stimmung für ihre Zwecke aus, geben sich als fromme Retter in der Not - und vielfach sind sie es ja auch. Das Kalkül der Radikalen ist ebenso einfach wie offensichtlich erfolgreich: Wo der Staat versagt, lassen sich Sympathien fischen. Die Katastrophenhilfe der Taliban ist nur Mittel zum Zweck und ihre Forderung, auf Unterstützung aus dem "gottlosen" Westen zu verzichten, ein durchsichtiges Manöver. Die Fluthilfe für Pakistan muss dringend intensiviert werden. Vor allem aus humanitären Gründen, aber auch aus wohlverstandenem politischen Eigennutz. Denn den Wettlauf der Helfer, den die Islamisten in Pakistan angezettelt haben, darf die pakistanische Regierung nicht verlieren. Denn sonst droht der bereits instabile Atomstaat endgültig im Chaos zu versinken und über kurz oder lang in die Hände von islamischen Eiferern zu geraten.

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