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Rheinische Post: Gerechtigkeit für Adolf Sauerland

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Reinhold Michels:

Adolf Sauerland muss und wird sein Oberbürgermeister-Amt aufgeben. Denn ein öffentliches Amt kann niemand auch nur mit einem Hauch von politischer Autorität innehaben, der einen solch eklatanten Ansehensverlust erlitten hat, wie das dem OB von Duisburg passiert ist. Allerdings ist es an der Zeit, Sauerland Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, wie dies der rheinische Präses Nikolaus Schneider zu Recht fordert. Manchen Jakobinern, die in ihrem überbordenden Zorn den OB neben einem Galgen zeigen, oder die Sauerland nebst Familie aus der Anonymität heraus mit dem Tod bedrohen, sei gesagt: Auch die politische Hinrichtung ist abgeschafft, und öffentliches Teeren und Federn eines privat honorigen, bis zum Katastrophentag geachteten Stadtoberhauptes mittelalterlich. Sicherlich hätte Sauerland Duisburg und sich mit einem unverzüglichen Rücktritt gedient. Objektiv schadet er ja seiner Stadt, der ein reinigendes Gewitter nicht allein im OB-Büro gut täte. Aber jenseits womöglich eigennütziger Motive (Versorgungsbezüge), die Sauerland wie selbstverständlich unterstellt werden, bewegt den geschockten Mann die Frage, ob nicht andere für den schaurigen Ausgang der Loveparade mehr Verantwortung tragen als er, der Verfemte - und: wann sich das endlich, in welchen Untersuchungs-Gremien auch immer, herausstellt.

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