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Rheinische Post: Chefwechsel bei BP

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Thomas Reisener:

Der Öffentlichkeit ist eigentlich völlig egal, wer Chef von BP ist. Hauptsache, der Ölkonzern bekommt endlich die Katastrophe am Golf von Mexiko in den Griff. Gerade deshalb ist die Nachricht vom Chefwechsel bei BP aber wichtig. Er ist ein starkes Indiz dafür, dass der Konzern inzwischen zumindest selbst an eine zeitnahe Lösung des Problems glaubt. Denn wer auch immer neuer BP-Chef wird: Sprudelt das Öl nach dessen Ernennung noch wochenlang weiter ins Meer, wird auch der Neue sich nicht mehr auf dem Chefsessel halten können - und BP hätte den nächsten Top-Manager verbrannt. Insofern macht der Chefwechsel Mut. Medienberichten zufolge soll Bob Dudley an die BP-Spitze treten. Der Südstaaten-Amerikaner hat die Sicherungsarbeiten am Golf von Mexiko verantwortet, nachdem Noch-Chef Hayward daran gescheitert war. Ist das Loch endlich gestopft, wird Dudley das Überleben von BP sichern müssen. Eine weniger wichtige, aber ähnlich schwierige Aufgabe. Denn Experten schätzen die Kosten für die Ölkatastrophe auf 100 Milliarden Dollar. Seit ihrem Ausbruch hat BP 40 Prozent an Wert verloren - und ist damit reif für eine feindliche Übernahme.

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