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Rheinische Post: Integration verpatzt Kommentar Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - In Deutschland droht ein dramatischer Fachkräftemangel, und dennoch leistet sich das Land ein Bildungssystem, in dem ausländische Jugendliche klar benachteiligt werden. Junge Menschen mit so genanntem Migrationshintergrund brauchen im Schnitt 17 Monate und damit sechsmal länger als ihre deutschstämmigen Mitbewerber, um einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Schlimmer: Die Zahl der Migrantenkinder ohne Schulabschluss ist in den vergangenen Jahren sogar noch alarmierend gestiegen - auf nunmehr fast ein Sechstel eines Jahrgangs, wie der Regierungsbericht zur Lage der Ausländer zeigt. Es ist höchste Zeit, dass die für das Bildungsangebot zuständigen Bundesländer diese Missstände entschiedener als bisher angehen. Tun sie es nicht, lässt das Land ein Arbeitskräftepotenzial ungenutzt, das es künftig dringend benötigen wird. Zudem wachsen weitere Generationen heran, die dauerhaft auf Sozialleistungen angewiesen sind. Doch nicht nur Staat und Unternehmen sind gefragt, auch die Migrantenfamilien müssen lernen, mehr Verantwortung für die Zukunft ihrer Kinder zu zeigen. Eltern müssen mit ihrem Nachwuchs deutsch sprechen. Obligatorische Deutsch-Tests für Kinder vor der Einschulung können dies erzwingen.

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