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Rheinische Post: Netanjahu sagt Nein Kommentar VON GODEHARD UHLEMANN

Düsseldorf (ots) - Israels Ministerpräsident Netanjahu will keine internationale Kommission, die die Kaperung eines Schiffs untersuchen soll, das vor gut einer Woche Hilfsgüter für den hermetisch abgeriegelten Gaza-Streifen bringen sollte. Am Ende gab es Tote und Verletzte. Netanjahu hat damit seinem Land keinen Gefallen getan. Sein Verhalten nährt den Verdacht, Israel wolle keine schonungslose Aufklärung. Wenn aber klar geworden wäre, dass eben nicht ein Schiff voller Gutmenschen mit Hilfsgütern für die Palästinenser aufgebracht worden war, sondern ein Schiff auch mit gewaltbereiten Mitgliedern von Terrornetzwerken, dann hätte Israels Selbstschutzbemühen eine neue Rechtfertigung erfahren. So bleibt Israel am Pranger. Nun wurde zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen ein für den Gazastreifen bestimmtes Hilfsschiff aufgebracht. Doch diesmal ging es ohne Gewalt, es gab weder Tote noch Verletzte. Doch das ist für Israel kein Grund zum Aufatmen, denn das Grundproblem bleibt ungelöst. Israels Führung verkennt, dass es durchaus Möglichkeiten geben wird, eine Seeblockade zu durchbrechen. Die Regierung in Jerusalem sollte überlegen, ob eine Kontrolle der Seewege nicht international überwacht werden kann. Das wäre ein Beitrag zur Entspannung.

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