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Rheinische Post: Satte Atom-Gewinne

Düsseldorf (ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach sechs Monaten des Stillstands entschieden, endlich zu regieren. Davon betroffen ist auch die umstrittene Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke: Merkel will hier noch vor der Sommerpause Nägel mit Köpfen machen. Der quälende Streit zwischen Umweltminister Röttgen, der die AKW möglichst bald abschalten möchte, und den Konservativen in der CDU, die den Meilern eine möglichst lange Lebensdauer bescheren wollen, soll nicht mehr negativ auf Partei und Kanzlerin abfärben. Das Kräfteverhältnis in der Union hat sich nach der NRW-Wahl gegen Röttgen und Merkels Modernisierungskurs verschoben. Der Kompromiss, den die Macht-Physikerin Merkel nun anpeilen wird, dürfte zulasten Röttgens gehen. Mehr noch als zuvor dürfen die Energiekonzerne hoffen, dass ihre längst abgeschriebenen Atommeiler noch sehr lange ziemlich gute Gewinne abwerfen werden. Die Verlängerung der Laufzeiten um womöglich weitere 15 bis 20 Jahre läge jedoch nicht im Interesse der Bürger: Sie votieren mit großer Mehrheit für den baldigen Atomausstieg. Laufen die Meiler länger, verringert dies zudem den Druck, die erneuerbaren Energien so rasch wie möglich auszubauen.

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