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Rheinische Post: Englands Wahl

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Matthias Beermann:

Heute werden die britischen Politiker die letzten Salven in einem Wahlkampf abfeuern, der so hart war wie schon lange nicht mehr. Wenn die Pulverschwaden sich dann verzogen haben und das Land am Donnerstag gewählt hat, wird man vermutlich wissen, wer im Vereinigten Königreich in den kommenden fünf Jahren das Sagen hat. Vermutlich - denn die Umfragen lassen ein für britische Verhältnisse ungewöhnliches Patt denkbar erscheinen, bei dem keine der beiden großen Parteien eine klare Mehrheit erringt. Fest steht nur eines: Egal, in welcher politischen Konstellation Großbritannien künftig regiert wird, der neue Premierminister ist um seinen Job kaum zu beneiden. Heulen und Zähneknirschen stehen den Briten bevor, wenn nach der Wahl die Karten aufgedeckt werden. Das britische Haushaltsdefizit liegt mit über zwölf Prozent schon fast auf griechischer Höhe. Auch wenn das im Wahlkampf vornehm verschwiegen wurde, wird das Land nicht um brutale Sparmaßnahmen herumkommen, vor allem in dem unter Labour in den fetten Jahren aufgeblähten öffentlichen Dienst. Das wird Streit geben, die Gewerkschaften sind schon in den Schützengräben. Großbritannien steuert auf ungemütliche Zeiten zu.

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