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Rheinische Post: Wahlkampf im Fernsehen Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - Vorhang zu und alle Fragen offen? Nicht unbedingt. Beim Fernseh-Duell ist gestern Abend vieles zur Sprache gekommen, was für die Bürger in NRW bedeutsam ist. Das Bildungswesen zum Beispiel. Jürgen Rüttgers hat unmissverständlich klargestellt, dass eine neue Landesregierung unter seiner Führung am gegliederten Schulsystem festhalten wird, zumal nicht die Schulstruktur für den Lernerfolg der Mädchen und Jungen maßgeblich ist, sondern die Qualität des erteilten Unterrichts. Hannelore Kraft will dagegen die Schullandschaft regelrecht umpflügen. Kinder dürften nicht frühzeitig in "Schubladen" gesteckt werden, sondern müssten länger gemeinsam lernen - in einer Gemeinschaftsschule eben, sagt die SPD-Politikerin, deren Sohn das Gymnasium besucht. Die Zuschauer am Fernsehen konnten miterleben, wie der Amtsinhaber und seine Herausforderin ihre Positionen verteidigten. Das alles in der Hoffnung, am Wahltag Stimmen mobilisieren zu können. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich am 9. Mai zeigen. Dann wird auch klar sein, wer in den nächsten fünf Jahren das industriell bedeutsame Land Nordrhein-Westfalen regieren kann - sie oder er? Für manche Bürger, die das TV-Duell mitverfolgen konnten, ist diese Frage möglicherweise schon heute entschieden.

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