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Rheinische Post: Schilderposse originell gelöst Kommentar Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Die Posse um die plötzlich ungültigen Verkehrsschilder mutet typisch deutsch an. Nur weil die Gestalt der Pfeile auf den Halteverbotsschildern nicht der letzten Norm entsprechen, sollte man dort ruhig parken können? Und nur weil statt der Elektro- eine Dampflok vor dem unbeschrankten Bahnübergang warnt, sollte man unaufmerksam über die Schienen fahren dürfen? Normen sind nützlich, aber übertriebene Normierung ist lästig, wenn nicht lächerlich. Verkehrsminister Peter Ramsauer sah das Dilemma der Städte, die auf ihren "Knöllchen" sitzen zu bleiben drohten und gleichzeitig die Millionen für die Schildererneuerung scheuten - und fand eine originelle Lösung: So wie die Verkehrssünder aus formalen Gründen die eigentlich klaren Vorgaben nicht mehr beachten wollten, hebelte er aus formalien Gründen die eigentlich klare Verordnung aus. Damit ist das Problem nicht beseitigt. Es gibt nach wie vor zu viele Verkehrszeichen. Für den Herbst kündigt der gern zupackend regierende Minister eine weitere Lichtungsaktion für den Schilderwald an. Doch er gibt nur den Rahmen vor. Letztlich geht es um diejenigen, die vor Ort die Schilder einplanen und aufstellen. Sie sollten mancherorts dringend in die Nachschulung und die Weisheit verinnerlichen: "Weniger ist mehr." Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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