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Rheinische Post: Krise und Kultur Kommentar Von Dorothee Krings

    Düsseldorf (ots) - Die Kulturhauptstadt 2010 muss populäre Programmpunkte streichen, weil Fördergelder aus der Wirtschaft ausbleiben; die Berlinale verliert ihren Hauptsponsor VW  die Wirtschaftskrise ist in der Kultur angekommen. Und natürlich gehen Kulturschaffenden, die um Geld bitten, die Argumente aus, wenn Unternehmen darauf hinweisen, dass sie gerade ihre Mitarbeiter entlassen müssen. Die Wirtschaftskrise ist für manchen Kulturmanager allerdings auch eine willkommene Ausrede, wenn Projekte nicht zünden. Die Organisatoren von 2010 haben sich vorgenommen, mit einer Mixtur aus Hochkultur und Massenereignis Kultur in die Region zu tragen und dem Ruhrgebiet ein neues Wir-Gefühl als Metropole zu verordnen. Nur sind viele Ruhrgebietler ganz zufrieden mit dem alten Pott und wollen gar nicht Metropole werden. Und auch die Zurückhaltung der Sponsoren kann wirtschaftliche Gründe haben, vielleicht gefällt ihnen aber auch einfach das Programm nicht. Hoffen wir, dass einer der Slogans von "Ruhr 2010" sich am Ende nicht wird negativ lesen lassen müssen. Auf Bierdeckeln wirbt die Metropole Ruhr nämlich neuerdings mit dem Satz: Da braut sich was zusammen.

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