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Rheinische Post: Krisen-Blindheit

    Düsseldorf (ots) - Von Silke Fredrich

    Die Wirtschafts- und Finanzkrise macht Angst. Wegen ihr mussten bereits zahlreiche Groß- oder Traditionsunternehmen Insolvenz anmelden. Beinahe täglich wollen neue Firmen unter den Rettungsschirm schlüpfen. Nun wird auch noch für den Sommer ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen vorhergesagt, weil Firmen weiter entlassen müssen. Fraglich aber ist, ob Massenentlassungen der richtige Weg aus der Krise sind? Für einige Firmen sind sie unvermeidbar. Wer keine Aufträge mehr hat, kann auch niemanden beschäftigen. Bei anderen Unternehmen jedoch sind sie vor allem ein Zeichen für reflexhaftes Handeln, um kurzfristig einen dicken Kostenblock loszuwerden. Dabei würde es jenen Firmen eher helfen, die Verantwortlichen für die schlechte Situation des Unternehmens auszutauschen, deren Missmanagement durch die Finanzkrise erst zutage getreten ist. Das spart zwar weniger Geld, führt aber dazu, dass das Unternehmen eine Chance hat, wieder wettbewerbsfähig zu werden. Gleichzeitig bewahren sich diese Firmen auch die Chance, sich für die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Schon 2010 soll die Lage wieder besser werden. Auch gute Zeiten kommen oft schneller wieder, als man glaubt.

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