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Rheinische Post: Obamas Blitzstart

    Düsseldorf (ots) - Von Matthias Beermann

    Barack Obama hat die Zeit seit seiner Wahl im November offenbar gut genutzt, um sich auf einen Blitzstart vorzubereiten. Kaum jemals hat ein neu ins Amt eingeführter US-Präsident in seinen ersten Arbeitstagen im Oval Office ein solches Pensum abgespult. Und selten hat ein amerikanischer Präsident sich dabei so sehr auf die Außenpolitik konzentriert. Als allererstes setzte Obama die Verfahren in Guantanamo aus. Ein erster Schritt, um diese Schande zu tilgen, die den Ruf Amerikas weltweit beschädigt hat wie schon lange nichts mehr. Und dann meldete er sich auch im Nahen Osten zu Wort, demonstrierte, dass die USA wieder als Friedenstifter und ehrlicher Mittler in einer Region auftreten wollen, in der man sie zuletzt vielfach nur noch als arrogante Besatzungsmacht empfunden hatte. Gestern kündigte Obama dann auch einen Fahrplan an, um den Sorgen seiner von der Wirtschaftskrise gebeutelten Landsleute zu begegnen. Der Mann kämpft an allen politischen Fronten, aber er hat auch gar keine andere Wahl. Zu groß ist das Desaster, das die Bush-Regierung hinterlassen hat, als dass man schön der Reihe nach vorgehen könnte. Obama ist gestartet wie ein Sprinter, doch er wird den langen Atem eines Marathonläufers brauchen.

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