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Rheinische Post: Zinsschritt richtig Kommentar Von Georg Winters

    Düsseldorf (ots) - Zinssenkungen haben nicht endlos Wirkung. Von daher wären Europas Zentralbanker gut beraten, dem Zinsschritt von gestern im Februar keinen weiteren folgen zu lassen. EZB-Präsident Trichet hat diese Atempause gestern angedeutet, und er tat gut daran. Sonst droht die Zentralbank ihr Pulver zu verschießen. Und niedrige Zinsen sind ohnehin kein Automatismus, wenn es um Problemlösung geht. Schließlich müssen die Banken im Wettbewerb diese Zinssenkung weitergeben. Und weil die Gewinnspannen bei den Krediten schon klein sind, leiden die Banken selbst darunter, wenn die EZB an der Zinsschraube dreht. Die gesunden wie die kranken. Dass es weitere Zinsschritte geben wird, ist indes sicher, weil die Krise nicht innerhalb von acht Wochen abgearbeitet ist. Im März, wenn die Zentralbanker erneut an der Zinsschraube drehen werden, muss klar sein, ob Politik und Banken sich in Sachen "Bad Bank" einig sind, ob die Kreditversorgung in der heimischen Wirtschaft stimmt, ob die Inflationsraten weitere Zinssenkungen in diesem Ausmaß zulassen. Die Zinssenkung von gestern war absolut richtig. Ein halber Prozentpunkt weniger als vorher ist ein Signal an die Märkte. Ob es Wirkung zeigt, hängt jetzt erst einmal von anderen Faktoren ab.

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