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Rheinische Post: Lehren aus dem Gas-Streit ziehen

Düsseldorf (ots)

Von Antje Höning
Schneller als erwartet hat der Gas-Streit Deutschland erreicht. 
Wir sind wie andere Europäer Opfer eines Handelsstreits, in dem beide
Seiten mit allen Tricks kämpfen. Russland dreht einem säumigen Zahler
und politisch missliebigen Nachbarn einfach den Gashahn zu und nimmt 
Schaden für andere billigend in Kauf. Aber auch die Ukraine ist nicht
das Opfer des bösen russischen Bären, als das sie sich gerne 
darstellt. Sie hat Milliarden Schulden bei Gazprom gemacht und 
akzeptiert nicht, dass der Konzern ihr den 30-Prozent-Nachlass auf 
den Weltmarktpreis streichen will. Mit der Sympathie des Westens für 
die orangen Revolutionäre im Rücken glaubte die Ukraine, sich alles 
leisten zu können.
Was lernen wir aus dem Gas-Streit? Wie wichtig die alte 
Ökonomen-Regel ist, nie alle Eier in einen Korb zu legen. Deutschland
braucht viele Transportwege. Darum ist es richtig, dass die 
Ostsee-Pipeline kommt. Deutschland braucht viele Energieträger. Darum
sollten wir die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängern. Mit Atomkraft
kann man zwar nicht heizen. Doch wer sie für die Stromerzeugung 
nutzt, muss nicht ineffektiv Gas verstromen, sondern kann den edlen 
Brennstoff zum Heizen nutzen. Zumal Atomkraft made in Germany 
sicherer ist, als wenn sie etwa (wie von RWE geplant) im bulgarischen
Erdbeben-Gebiet hergestellt wird.

Pressekontakt:

Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2303

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