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Rheinische Post: Bedrohlicher Iran

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann

    Der Iran pfeift auf die Meinung der Welt. Das mag die Welt ärgern, doch beunruhigen muss das niemanden. Das Regime in Teheran missachtet konsequent alle Anordnungen des Weltsicherheitsrates und treibt zielstrebig sein Atomprogramm voran: Das jedoch ist ein handfester Grund zur Sorge. Die internationale Atomenergiebehörde schlägt erneut Alarm, weil sie die militärische Nutzung iranischer Atomgelüste nicht länger ausschließen kann. Sie warnte bereits im Juni, dass Teheran spätestens in einem Jahr genug angereichertes Uran für eine Bombe hat. Die Uhr tickt, und sie tickt laut. Eine iranische Atombombe bedeutet nicht zwangsläufig Krieg. Iran kennt das eigene Risiko. Sie bedeutet aber eine handfeste internationale Krise, denn Irans Nachbarn fühlen sich bedroht. Die Folge wird sein, dass im ölreichen Nahen- und Mittleren Osten eine atomare Aufrüstung stattfinden wird. Die arabische Welt wird nicht hinnehmen, vom nicht-arabischen Iran dominiert zu werden. Schon jetzt ist ein massives Aufrüsten von Abfangsystemen zu beobachten. Amerikas neuer Präsident Obama will mit dem Iran reden. Schön. Doch ausreden wird er den Mullahs ihre atomaren Pläne nicht können. Obama kennt schon seine erste Bewährungsprobe.

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