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Rheinische Post: Kraft duckt sich weg

    Düsseldorf (ots) - von Gerhard Voogt

    Wie halten es SPD und Grüne in NRW mit den Linken? Gibt es nach der Landtagswahl 2010 ein rot-rot-grünes Bündnis? Oder ist das ausgeschlossen? CDU und FDP im Landtag nahmen das Desaster der SPD in Hessen als Steilvorlage für eine Debatte über den Umgang mit der Linkspartei. Alle demokratischen Parteien sollten eine Regierungsbeteiligung der Linken ausschließen, um den Extremismus nicht hoffähig zu machen, forderte die Koalition in einem Plenarantrag. Eine Provokation, die vor allem die SPD und ihre Fraktionschefin Hannelore Kraft in Verlegenheit bringen sollte. Der Plan ist nur halb aufgegangen. Das hat die SPD Edgar Moron zu verdanken. Der Landtagsvizepräsident der SPD hielt eine fulminante Rede. Er verglich die Linkspartei mit den Grünen. Die seien in den 80er Jahren auch als "Chaostruppe" abgekanzelt worden, heute würden die Grünen von der CDU umworben. Rot-Rot-Grün sei eine Option. Die SPD feierte Moron wie einen Torwart, der einen Elfmeter gehalten hat. Hannelore Kraft muss sich jetzt fragen lassen, warum sie das Heldenstück nicht selbst vollbracht hat. Ihre Positionierung zur Linkspartei kann wahlentscheidend sein. Wer das Land führen will, darf sich nicht wegducken.

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