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Rheinische Post: Hessen-SPD in Not Kommentar VON GREGOR MAYNTZ

    Düsseldorf (ots) - Thorsten wer gegen Roland den Gewieften  wird man sich den Namen Schäfer-Gümbel merken müssen? Oder ist die hessische SPD-Personalie eine derartige Verlegenheitslösung, dass die Sozialdemokratie nur noch auf Mitleid hoffen kann? Ypsilanti hatte drei realistische Möglichkeiten: Selbst antreten, einem Nachfolger Platz machen oder einem prominenten Schwergewicht den Weg ebnen. Sie hat die vierte Option gewählt, den Strohmann. Ihren Vertrauten als personelle Alternative nach vorne zu schieben und zugleich in Partei und Fraktion alles selbst in der Hand zu behalten, das deutet darauf hin, dass es Ypsilantis Lebensinhalt geworden ist, mit demselben Kopf immer gegen dieselbe Wand zu laufen. Sie hat einfach nicht begriffen, dass vier von fünf Hessen Rot-Rot-Grün nicht nur ablehnen, weil sie sich von Ypsilanti belogen fühlen. Sie wollen einfach Rot-Rot-Grün nicht. Dass Ypsilanti-Schäfer-Gümbel trotzdem wieder dorthin wollen, tut schon beim Zusehen weh. So beginnt das Superwahljahr 2009 für die SPD denkbar schlecht. Roland Koch hat alle Chancen, das letzte Wahlergebnis deutlich nach oben zu korrigieren. Er wird sie nutzen. Das beharrliche Schweigen des SPD-Kanzlerkandidaten zeigt, wie verzwickt die Lage ist. Von Führungsstärke zeugt das nicht.

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