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Rheinische Post: Kassenpatienten in NRW müssen für Ärzte-Honorar 580 Millionen Euro zuzahlen

    Düsseldorf (ots) - Die niedergelassenen Ärzte in Nordrhein-Westfalen sind die Verlierer, die bayerischen Ärzte die Gewinner der Honorarerhöhung 2009. "Die Honorar-Reform benachteiligt die Ärzte in Nordrhein massiv, vor allem gegenüber Bayern", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe).  Eine bayerische Praxis mache schon jetzt 223 000 Euro Umsatz im Jahr mit Kassenpatienten, während es in Nordrhein nur 190 000 Euro sind. Trotzdem sollen laut Schlichter-Ausschuss von Ärzten und Kassen Mediziner in Bayern 6,8 Prozent mehr Geld erhalten, Ärzte in Nordrhein nur 3,6 Prozent. "Und für diese Ungleichbehandlung werden auch noch die Versicherten in Nordrhein-Westfalen zur Kasse gebeten", so Laumann. "Sie tragen 580 Millionen der 2,7 Milliarden Euro, die die Ärzte bundesweit mehr erhalten. An die Ärzte in NRW fließen aber nur 370 Millionen Euro zurück." Diese Ungerechtigkeit müsse beseitigt werden. Das Land drängt nun gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KV) darauf, dass die Verteilung geändert wird.

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