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Rheinische Post: Wahlzirkus USA Kommentar VON GODEHARD UHLEMANN

    Düsseldorf (ots) - Der Blick Europas auf die beiden Wahlparteitage in den USA ist überwiegend bestimmt von der Suche nach inhaltlicher Substanz. Das Resultat kann dann aber nur enttäuschen. Politische Inhalte waren nicht das Gebot der Stunde. Amerika labte sich stattdessen an der Polit-Show. Sie soll als Gemeinschaftserlebnis zusammenschweißen und Kräfte bündeln, die im Vorwahlkampf partei-intern auf der Suche nach dem jeweils besten Kandidaten arg strapaziert worden waren. Parteitage sollen die eigene Basis motivieren, nicht den Gegner überzeugen. Nun ist Wahlkampf  erbittert und ohne Bandagen. Nun müssen die Kontrahenten darlegen, wie sie gegen die Arbeitslosigkeit vorgehen wollen, was sie zur Ankurbelung der Wirtschaft zu tun gedenken, wo sie Möglichkeiten sehen, sich ohne allzu viel Gesichtsverlust aus dem Irak zurückzuziehen. Bildung und soziale Sicherheit oder die Finanzkrise brauchen konkrete Vorschläge. Insofern ist der versprochene Politikwandel von Demokraten und Republikanern eine Leerformel., denn jetzt müssen sie Farbe bekennen. Die USA müssen mit sich versöhnt werden. Die Bush-Ära hat schmerzende Wunden hinterlassen, die, egal wie der nächste Präsident am Ende heißen wird, verbunden werden müssen.

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