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Rheinische Post: USA irritierend und imponierend Kommentar VON REINHOLD MICHELS

    Düsseldorf (ots) - In manchem ist uns Amerika fremd: in dem rhetorischen Pathos seiner politischen Führungsschicht, in der oft kindisch anmutenden Verzückung über "Gottes eigenes Land". In manchem muss uns Amerika aber auch imponieren: in seiner nicht zu brechenden Vitalität, in seiner Naturbegabung zum Neubeginn, schließlich in seiner patriotisch grundierten Begeisterung für den Dienst an der Res publica. Hier sind die USA wirklich "Vereinigte Staaten". Was uns Amerika zugleich irritierend und anziehend erscheinen lässt, hat die kurzweilige Wochen-Show des demokratischen Denver-Clans zur Inthronisation des Präsidentschaftskandidaten Obama gezeigt. Er brillierte mit einer Rede, die weniger lang und somit weniger ermüdend war, als es so viele Parteitagsansprachen bei uns sind. Man wird schon ein wenig neidisch auf den Jungbrunnen USA, dem immer wieder frische Führungskräfte entsteigen, siehe Obama oder  damit elektrisierte dessen republikanischer Konkurrent McCain nicht minder Sarah Palin als Vize-Präsidentschaftskandidatin. Alaskas Jung-Gouverneurin ist zwar ähnlich unerfahren wie Kurzzeit-Senator Obama, aber Palin hat das Zeug zur Stimmenfängerin an der Seite McCains, des knorrigen Alten. Es wird knapp ausgehen am 4. 11. Vor allem wird dann die Bush-Zeit, die wie Blei über der westlichen Welt lag, endlich Geschichte sein.

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