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Rheinische Post: Kommentar: Angst vor der Rezession

    Düsseldorf (ots) - Es gehört zu den volkswirtschaftlichen Binsenweisheiten, dass jede Konjunktur anders verläuft. Was wiederkehrt, ist nur das zyklische Auf und Ab in der Wirtschaftsleistung. Geht man in die Geschichte der Rezessionen, so war mal das Ende des Wiederaufbaus die Ursache, dann das Auslaufen des Einheitsbooms. Mitte der 70er Jahre erschütterte der Ölpreisschock die Weltwirtschaft. Jetzt sind es die hohe Nachfrage nach Energie und die geplatzte Immobilienblase in den USA  verbunden mit einer verheerenden Kreditkrise. Bislang hat die Weltwirtschaft und insbesondere die deutsche Wirtschaft in der Nachkriegszeit alle Krisen gut überstanden. Insofern ist der jetzige leichte Rückgang im Bruttoinlandsprodukt erst einmal kein Grund zur Aufregung. Was allerdings schwerer wiegt, ist der deutlich verspätete Aufschwung in Deutschland, der  kaum begonnen  schon wieder zu Ende ist. Damit kommt auch der erfreuliche Abbau der Arbeitslosigkeit wieder zum Stillstand. Die Position als Nachzügler kann Deutschland nur schwer abstreifen. Noch immer hat sich die Wirtschaft des Landes nicht ausreichend auf die Globalisierung und ihre Härten eingestellt. Zu langsam löst sie sich aus dem Modell der Vergangenheit. Eine echte Rezession würde Deutschland hart treffen.

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