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Rheinische Post: Bundesagentur befürchtet Verdoppelung der Kosten für Ausbildungsbonus auf eine Milliarde Euro

    Düsseldorf (ots) - Der von der Bundesregierung 2007 beschlossene Ausbildungsbonus für Unternehmen, die schwer vermittelbaren Jugendlichen eine Lehrstelle geben, wird offenbar deutlich teurer als erwartet. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) aus Verwaltungsratskreisen der Bundesagentur für Arbeit rechnet die Behörde mit Kosten von einer Milliarde Euro bis zum Ende der Förderung im Jahr 2010. Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) geht bisher von lediglich 450 Millionen Euro aus. Grund für den erwarteten Kostenanstieg seien "falsche Annahmen" des Arbeitsministeriums, so BA-Kreise. Mitnahmeeffekte bei Firmen, die ohnehin Altbewerber einstellen wollten, sowie eine größere Zahl an Unternehmen, die für die Förderung in Frage kommen, seien nicht berücksichtigt, zitiert die Zeitung einen Vertreter des Verwaltungsrats. So seien alleine 60000 Betriebe, die 2008 erstmals ausbilden, in den Zahlen der Bundesregierung nicht berücksichtigt. Mit dem Ausbildungsbonus werden Unternehmen, die schwer vermittelbaren Jugendlichen einen Ausbildungsplatz geben, in den kommenden drei Jahren mit bis zu 6000 Euro pro Lehrstelle bezuschusst

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