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Rheinische Post: Stromfresser abschaffen

    Düsseldorf (ots) - Von Stefanie Winkelnkemper

    Der Druck auf den europäischen Binnenmarkt wächst. Angetrieben von immer höheren Energiepreisen müssen die EU-Staaten sparsamer werden. Gutes Zureden reicht alleine nicht, es müssen Regelungen getroffen werden. Japan macht es vor: Haushaltsgeräte, die ineffizienter sind als die besten Geräte vor fünf Jahren, dürfen nicht mehr verkauft werden. Davon versprechen sich die Japaner einen Wettbewerbsvorteil. Die EU täte gut daran, sich diesen Vorteil auch zu sichern. Denn Länder, die den Weg der Effizienz früher als andere beschreiten, werden auch mit ihren Produkten am Markt einen Vorsprung haben. Gerade Deutschland als Land der Premiummarken muss ein Interesse daran haben, mit Spitzentechnologie Maßstäbe für alle Bürger zu setzen. Gleichzeitig wäre es vorteilhaft, diejenigen Produkte, die überall nachgebaut werden können, vom Markt zu nehmen. Das bedeutet für den Bürger nicht, dass er gleich einen neuen Kühlschrank kaufen soll. Nur wenn das alte Gerät den Geist aufgibt, müsste es mit bester Qualität nachgerüstet werden. Die hohen Anschaffungskosten amortisieren sich durch die Energiepreise. Das lehrt schon das Beispiel der guten alten Glühbirne. Sie ist billig zu haben, frisst aber nach heutigen Maßstäben unverschämt viel Strom. Alle diese Stromfresser gehören abgeschafft.

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