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Rheinische Post: Verzagte SPD Kommentar VON MARTIN KESSLER

Düsseldorf (ots) - Die Krise in der SPD nimmt inzwischen bedrohliche Züge an. Die älteste demokratische Partei Deutschlands liegt abgeschlagen bei 20 Prozent, nur noch knapp vor der bestenfalls halbdemokratischen Linken. Und was noch schlimmer ist: Die Sozialdemokraten verlieren zusehends den Glauben an sich selbst. Der "linke" Haider aus Saarbrücken, Oskar Lafontaine, jagt die SPD. Ruhe zu bewahren und Panik zu vermeiden, ist sicher nicht verkehrt in dieser Lage. Aber das allein reicht hinten und vorne nicht. Die SPD muss sich entscheiden und konsequent den von Schröder eingeschlagenen Weg einer modernen Volkspartei der linken Mitte weitergehen. Sie darf der Linken nicht hinterher rennen weder personell noch inhaltlich. Nur so gewinnt die SPD wieder Selbstvertrauen. Dazu braucht sie Führung, Mannschaftsgeist und Stolz auf den gezeigten Mut zur Veränderung. Sie braucht einen Kanzlerkandidaten, der dafür steht. Und zwar schnell. So kurios es klingen mag: In den zehn Jahren, in denen die SPD an der Regierung beteiligt ist, sank der Staatsanteil von 48 auf knapp 44 Prozent. Jetzt brummt die Wirtschaft. Übrigens: Das gleiche Ergebnis schaffte die "neoliberale" Margaret Thatcher in den 80er Jahren. Ihr Erbe hieß Blair. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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