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Rheinische Post: Obama muss Clinton einbinden Kommentar VON FRANK HERRMANN

Düsseldorf (ots) - Bevor Barack Obama endgültig Geschichte schreiben und als Präsident ins Weiße Haus ziehen kann, muss er ein Problem lösen, das ihn zuletzt gar nicht mehr aussehen ließ wie den strahlenden Sieger. Er muss die Arbeiter und einfachen Angestellten, die Latinos und die weißen Frauen davon überzeugen, dass er auch ihre Interessen wirksam vertritt. Ohne bei diesen Gruppen zu punkten, gewinnt kein demokratischer Aspirant eine Wahl. Sie sind seine Stammklientel. Bis dato hat Obama die Zweifel nicht ausräumen können und den Schulterschluss mit den kleinen Leuten nicht herstellen können. Umso dringlicher ist es, dass er sich mit der Frau verbündet, die den Durchschnittsamerikaner am besten erreicht. Mit Hillary Clinton. Nein, an der Verliererin der Kandidatenkür führt kein Weg vorbei. Knapp 18 Millionen Menschen haben für Clinton gestimmt, fast genauso viele wie für Obama. Ihnen muss er eine Brücke bauen, will er nicht eine Spaltung riskieren, die ihn kurz vor dem Ziel noch scheitern lassen könnte. Gefragt ist eindeutige Symbolik. Obama wäre gut beraten, im Duett mit Hillary ins Wahlfinale zu ziehen. Mag sein, dass sie, die Etablierte, seine Botschaft von Aufbruch und Wandel verwässert. Aber die Wähler der demokratischen Partei haben gesprochen: Sie wollen ausdrücklich ein solches Gespann. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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