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Rheinische Post: Scheidungsrenten

    Düsseldorf (ots) - von Gregor Mayntz

    Schritt für Schritt folgt das Recht der Wirklichkeit. Es ist eben nicht mehr allein der Tod, der Ehen scheidet. Jede dritte scheitert, fast 200.000 im Jahr. Und nur in den seltensten Fällen sind die, die nun getrennte Wege gehen, finanziell auf einer Augenhöhe. Bislang bekam vor allem die Frau einen symbolischen Versorgungsscheck mit oftmals stark eingeschränkter Einlösbarkeit. Deshalb ist es gut, dass der Staat nun versucht, einen Pfad der Gerechtigkeit durch den komplizierten Dschungel des Versorgungsausgleiches zu schlagen. Beide Seiten sollen am Tag der Scheidung genau wissen, was ihnen im Alter zusteht. Gleichzeitig will Justizministerin Brigitte Zypries die Bürokratie beschneiden und Bagatellgrenzen einführen. Doch der Teufel lauert im Detail. Im parlamentarischen Verfahren muss etwa darauf geachtet werden, dass der Eine den Anderen nicht austricksen kann, indem er zum Beispiel gemeinsames Geld in mehreren "Bagatell-Verträgen" beiseite schafft. In der Vergangenheit ist der Gesetzgeber beim Bemühen um mehr Rechte für den vermeintlich Schwächeren auch übers Ziel hinausgeschossen, hat den vermeintlich Stärkeren im Effekt übermäßig beschwert. Das sollte dieser Reform nicht passieren. Bericht

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