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Rheinische Post: Vernunft im Bahnstreik

Düsseldorf (ots) - Von Martin Kessler Es gilt als streng geheim, das vertrauliche Angebot der Bahn an ihre Lokführer. Was jetzt kurz vor dem Wochenende durchsickerte, klingt nach einem echten Kompromiss. Die Bahn bietet deutliche Lohnzuwächse an und gesteht den Lokführern sogar einen eigenen Abschluss zu - in einem einheitlichen Rahmen. Mehr ist nicht möglich. Die Berufsgewerkschaft GDL muss sich mit diesem Angebot ernsthaft auseinandersetzen. Es einfach abzulehnen, käme einer Kampfansage an die deutsche Volkswirtschaft gleich. Die Bahn-Führung mag in dem langen Tarifkonflikt bisweilen konfus und widersprüchlich gehandelt haben - jetzt hat sie eine klare Absichtserklärung abgegeben. Neue Streiks würden die Wirtschaft jedenfalls empfindlich treffen. Es sind nicht nur die 50 Millionen Euro Schaden, die jeder Streiktag kostet. Es geht um die Zukunft des Verkehrssystems Bahn. Ein langer Streik würde dessen Wettbewerbsfähigkeit deutlich zurückwerfen, den Börsengang der Bahn gefährden und die Straßen noch mehr mit Lastern verstopfen. Am Ende würden beide Seiten verlieren - die Bahnführung und die Lokführer. Auch gegenüber ihren Bahn-Kollegen sind die Lokführer in der Pflicht. Die verdienen ebenfalls nicht üppig und müssen verantwortlich und hart arbeiten. Für riesige Lohnunterschiede ist kein Platz. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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