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Weser-Kurier: Über Hightech in Schulen schreibt Norbert Holst

Bremen (ots) - Wenn es um die Digitalisierung der Schulen geht, dann ist Deutschland ein Entwicklungsland. Computer, Tablets oder Whiteboards, mit einem Computer verbundene interaktive Tafeln, gehören nicht zum Bildungsalltag. Das Ausland zeigt, dass es auch anders geht: Im gewiss nicht reichen Estland nutzen alle Schulen von der ersten Klasse an Tablets und Wlan. Aber hierzulande ist immer noch Kreidezeit. Und in Bremen sind einige Tafeln sogar derart marode, dass sie gesperrt werden müssen. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) war denn auch ein Coup gelungen, als sie im Oktober 2016 den fünf Milliarden Euro schweren Digitalpakt ankündigte. Die Absprache: Der Bund soll die Hardware bezahlen, die Länder sollen pädagogische Konzepte entwickeln und die Fortbildung der Lehrer organisieren. Doch nun bremst Wanka selbst die digitale Offensive aus. Offenbar hat sie sich verspekuliert. Im Finanzministerium von Wolfgang Schäuble (auch CDU) sind keine Gelder für das Projekt eingeplant. So geht das Trauerspiel weiter. Smartphones und Computer bestimmen längst den Alltag von Jugendlichen, doch im Unterricht spielen sie keine Rolle. Selbst im gelobten Bildungsland Bayern kann man das Abitur machen, ohne jemals in Fächern wie Geografie, Geschichte oder Physik online gewesen zu sein. Dabei ebnet das Internet den Weg zu Datenbanken, Quellen und Lehrmaterial, wie es selbst das beste Schulbuch nicht bieten kann.

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