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Weser-Kurier: Kommentar von Jürgen Hinrichs über die Weser-Vertiefung

Bremen (ots) - Am besten mal auf der Wümme paddeln. Dann merkt man es. Der Tidenhub ist so gewaltig, dass der Fluss binnen Stunden zum Trog wird. An den Ufern liegen mächtige Wurzeln bloß, eine Frage der Zeit, bis die Bäume kippen. So passiert es, wenn das Wasser eine Welle macht - die Folge von Vertiefung. Seit die Weser mehr und mehr zum Kanal verkommen ist, geht es auch den Nebenarmen schlecht. An den Brücken in Bremen wird zwischen Ebbe und Flut ein Unterschied von mehr als vier Metern gemessen, er lag mal bei 40 Zentimetern. Wie soll die Natur das aushalten? Und doch wird seit Jahren geplant, die Weser ein weiteres Mal auszubaggern - wegen der Häfen, damit auch große Schiffe anlegen können. So nachvollziehbar solche wirtschaftlichen Interessen sind, trotzdem könnte man mit ihnen doch auch mal intelligenter umgehen. Es ist das alte Lied, oft gesungen: Deutschland sollte sich im Wettbewerb mit Rotterdam und Antwerpen als ein einziger Hafenstandort begreifen und danach die Rollen verteilen. Die großen Pötte nach Wilhelmshaven, denn da gehören sie hin. Elbe und Weser könnte man dann endlich in Ruhe lassen.

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