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Weser-Kurier: Über die Präsidentenwahl in Österreich schreibt Joerg Helge Wagner:

Bremen (ots) - Puh, das war knapp - aber am Ende hat ja nun doch das Gute gesiegt. Die urbane, weltoffene, pro-europäische Hälfte der Alpenländler stellt den Präsidenten in der Hofburg. Hallelujah, links-liberales Establishment, Wirtschaftsvertreter und Klerus tanzen eng umschlungen! Doch, ein wenig Schmäh muss schon sein, denn um was ging es denn wirklich? Genau, um das Staastsoberhaupt von Österreich - und nicht etwa um das von Frankreich. Wenn Marine le Pen abgewehrt ist als Präsidentin der Grande Nation - also als jemand, der über Atomwaffen gebietet - dann kann Europa die Champagnerkorken knallen lassen. Noch aber verbietet sich jede Entwarnung - selbst wenn Österreich als Stammland des erfolgreichen Rechtspopulismus eine gewisse Symbolkraft hat. Denn die Wähler und Wählerinnen von Norbert Hofer, die Sympathisanten von Heinz-Christian Strache sind ja noch da. Es sind - neben harten Nationalisten - vor allem jene "kleinen Leute", die der Sozialdemokratie davonlaufen. Auch in Frankreich, Deutschland und Skandinavien. Ein grün-liberal-konservatives Bündnis wird sie so schnell nicht wieder einsammeln - aber es muss sich mit ihren Abstiegsängsten beschäftigen.

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