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Weser-Kurier: Über Hapag-Lloyd schreibt Peter Hanuschke:

Bremen (ots) - Fusionen, Übernahmen und Allianzen finden seit ein paar Jahren vor allem unter den Reedereien statt, die im Containerliniendienst tätig sind. Wer bestehen will, der setzt auf Größe - allerdings wird das schwierig, wenn die Reedereien vornehmlich auf Routen tätig sind, auf denen in erster Linie die Branchenführer Mærsk und MSC das Sagen haben. Denn langfristig gegen beide Unternehmen anzukommen, wird in den nächsten Jahren noch schwieriger werden, weil beide Unternehmen ihre Flotten konsequent mit Riesen-Containerschiffen erweitern. Hapag-Lloyd hat das erkannt und verfolgt deshalb gleich mehrere Strategien: Auf der einen Seite überlässt die Reederei beiden Unternehmen nicht einfach das Feld und erwägt sogar selber die Anschaffung von Mega-Containerschiffen. Auf der anderen Seite ist die Hamburger Reederei in Märkten tätig, in denen Mærsk und MSC überhaupt nicht zu finden sind - unter anderem dank der Fusion mit der chilenischen Reederei CSAV. Hapag-Lloyd hat es offenbar geschafft, sich nach ein paar Krisenjahren wieder erfolgreich breit aufzustellen. Und diese Diversifikation wird noch an Bedeutung zunehmen - gerade in Zeiten, wo politische Krisen gleich ganze Volkswirtschaften lahmlegen und langjährig aufgebaute Handelsbeziehungen von jetzt auf gleich wertlos sind.

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