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Westfalenpost: Irgendwie vorhersehbar
Kommentar von Stefan Pohl zum Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel

Hagen (ots) - Preiskampf - das gehört zum Wettbewerb wie die Butter zum Brot. Und wenn das im Lebensmitteleinzelhandel passiert, setzt es immer wieder die Erzeuger unter Druck, die Preisvorgaben irgendwie zu schaffen. Gut ist es für den Geldbeutel der Kunden.

Sie kennen das schon: Discounter gegen Discounter in offener Feldschlacht, etwas versteckter Discounter gegen Supermärkte. In kaum einem anderen Land Europas wird weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben. Das ist nicht immer gut für die Qualität.

Die aktuelle Kampagne zielt in zwei Richtungen: Aldi gegen Lidl und beide zusammen gegen Rewe, Edeka und Co., die dabei sind, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Im Kern geht es dabei um die Frage: Sind preisgünstige Eigenmarken, mit denen Aldi groß geworden ist, bei bestimmten Produkten noch zeitgemäß? Hat sich nicht längst der Verbraucher für etwas teurere Markenartikel entschieden, wie sie Lidl frühzeitig angeboten hat? Hat Aldi zu lange aufs falsche Pferd gesetzt?

Die nächsten Monate werden die Antwort bringen. Kontert Lidl die Aldi-Markenoffensive, müssen die Supermarktketten reagieren. Und dann könnte es irgendwann von vorn losgehen. Auch so eine Eigenschaft von Preiskriegen: irgendwie vorhersehbar.

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