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Weser-Kurier: Über den Einsatz von pensionierten Polizisten in Bremen schreibt Hauke Hirsinger:

Bremen (ots) - Die akute Personalnot und der Überstundenberg bei der Polizei ziehen merkwürdige Bewältigungsstrategien nach sich. Um der bereits seit Monaten bekannten, massiven Aktenhalde endlich Herr zu werden, setzt Polizeipräsident Lutz Müller jetzt auch auf Senioren. Polizisten im Ruhestand sollen auf Basis von Werkverträgen bei den Ermittlungsarbeiten helfen. Es ist davon auszugehen, dass sie dabei auch mit Kriminalitätsopfern in Kontakt treten müssen - telefonisch oder schriftlich. Derartige hoheitliche Aufgaben an Teilzeitpolizisten zu übertragen, ist problematisch, auch wenn es sich bei den zu bearbeitenden Fällen lediglich um Bagatellfälle wie Fahrraddiebstahl oder Internetbetrug handeln sollte. Die meisten Menschen freuen sich sicherlich, wenn sie möglichst wenig Kontakt zu Polizeiermittlern haben. Doch wenn dies erforderlich wird, vertrauen sie darauf, es mit einem Vollbeamten zu tun zu haben. Eine Lösung für das Abtragen der Aktenhalde können weder Pensionäre noch weitere Überstunden sein. Dort wo offensichtlich zu wenig Beamte ihren Dienst verrichten, muss die Politik endlich für mehr Stellen sorgen.

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