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Weser-Kurier: Kommentar von Stefan Lakeband über den Verkauf von T-Online

Bremen (ots) - Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, doch es ist nur 15 Jahre her, dass die überzeichnete Kunstfigur Robert T-Online für den Börsengang der Telekom-Tochter warb. Dieses Engagement an der Börse war nur ein kurzes Zwischenspiel, und auch T-Online ist nun Geschichte - wenigstens für die Telekom. Das kommt aber nicht überraschend. Zwar ist T-Online noch das meistbesuchte deutsche Webportal, doch für die Telekom ist es uninteressant geworden. Galt die Seite einst als Tor zum Internet, ist sie heute maximal der Nebeneingang. Google hat das Netz längst erschlossen und Portale wie AOL oder eben T-Online abgelöst. Da kann die Telekom nicht mithalten - und das will sie auch nicht. Sie hat andere Aufgaben für die Zukunft: Breitbandausbau, Mobilfunk, Internet für unterwegs. Der Bonner Konzern konzentriert sich nun aufs Kerngeschäft, das Wesentliche. Das macht auch Käufer Ströer. Das Unternehmen ist Spezialist für Werbung - nicht unbedingt im Internet, aber im öffentlichen Raum. Mit T-Online und dem Werbevermarkter Interactive Media kann der Schritt ins Internet aber gelingen. Auch wenn damit ein weiteres Kapitel der New Economy geschlossen wird.

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