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Weser-Kurier: Kommentar von Birgit Holzer über Zäune gegen Flüchtlinge

Bremen (ots) - Sie haben Monate, manchmal Jahre der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung hinter sich. Haben die Wüste oder das Mittelmeer überquert, Schlepper bezahlt, ihr Leben riskiert. Wenn sie dann irgendwann im französischen Calais ankommen, wähnen sich die Flüchtlinge, die zu Tausenden aus Kriegs- und Krisengebieten kommen, nahe an ihrem Ziel: Großbritannien. Sie haben nichts zu verlieren - und wollen sich nicht von Zäunen, Absperrungen oder Kontrollen aufhalten lassen. Doch genau das ist die Antwort, die die Regierungen in Paris und London finden, um dem Ansturm Herr zu werden, dem die Grenzgebiete schon seit langem ausgesetzt sind. Und sie ist höchst unzureichend. Eine Scheinlösung. Wer bis Calais kommt, will weiter, auf die andere Seite des Ärmelkanals. Die Flüchtlinge folgen wohl einer Illusion, weil sie auch auf der Insel nicht von allen herzlich willkommen sind, die Sehnsucht nach Ankommen womöglich nicht befriedigt wird. Aber schlechter als in Frankreich, das sich doch so gerne als das Land der Menschenrechte rühmt, wird es ihnen auch in Großbritannien kaum ergehen.

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