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Weser-Kurier: Zur Krise des Bremer Kunstmuseums Weserburg schreibt Hendrik Werner:

Bremen (ots) - Zunächst die Frohbotschaft: Die Weserburg, Bremens finanziell marodes Museum für moderne Kunst, dürfte zwar an Ausstellungsfläche einbüßen, dafür aber ihren Namen behalten. Nicht auszudenken, wenn die Standortempfehlung, die der Kunsthistoriker und Kurator Helmut Friedel am Dienstag ausgesprochen hat, das Haus auf einer Kulturmeile nahe der Kunsthalle vorgesehen hätte. Das Museum wäre dann wohl notgedrungen in Wallburg umbenannt worden. Friedels Gutachten aber, über das kommende Woche die Kulturdeputation berät, siedelt die Zukunft der Weserburg weiter am Teerhof an. Freilich unter prägnanten Auflagen: eine Quasi-Halbierung des Ausstellungsareals von 4800 auf rund 2200 Quadratmeter sowie ein modifiziertes Konzept, das eine Konzentration auf Kunst des 21. Jahrhunderts bedeuten würde. Zwingende Prämisse für diesen durchaus gangbar anmutenden Weg, der Sparzwängen und dem Diktat der Machbarkeit folgt, aber auch den Willen zu einer vollumfänglichen ästhetischen Neuerfindung voraussetzt: ein architektonischer Entwurf, der insofern einer Quadratur des Kreises gleichkommt, als er zugleich eine Senkung der Betriebskosten und einen spektakulären Neuauftritt im alten Gebäude ermöglichen muss. Sanierung also. Auf dass das Haus endlich auch finanziell gesunde.

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